| Author |
Messages |
|
System Administrator Beiträge:4
 |
| 16 Feb 2010 10:32 |
Alert
|
Bereits im April 2008 hat Birgit Hoernchen für die FDP-Fraktion mit einer Anfrage auf das Problem der nicht vorhandenen Freilaufflächen für Hunde hingewiesen nachdem in 2007 die Gefahrenabwehrverordnung beschlossen wurde, dass in Koblenz eine allgemeine Leinenpflicht besteht. "Sich in Koblenz einen Hund zu halten, grenzt schon nahe an Tierquälerei" ist wohl die härteste Aussage, die die Liberalen seither zu hören bekommen haben. Nun haben die Liberalen erneut auf das Problem aufmerksam gemacht. Auch im Hinblick auf die Bundesgartenschau in 2011 ist die Verwaltung aufgefordert, entsprechenden Raum für die Hunde einzurichten. Nichts geschehen - seit Jahren. Diese Situation erinnert ein wenig an das Nichtvorhandensein entsprechender Park- und Übernachtungsplätze für Wohnmobile. Nachdem am Deutschen Eck der Parkplatz für Wohnmobile gesperrt wird, denkt man zwar darüber nach, für die mobilen Camper gegenüber in Lützel auf dem Campingplatz ein paar Plätze zur Verfügung zu stellen. Aber gerade das wollen sie ja nicht, die Reisenden, die mit Wohnmobilen unterwegs sind. Sie wollen nicht auf einem Campingplatz ihren Abend verbringen, sondern in der Stadt am Geschehen teilnehmen. Auch hier wurde bisher seitens der Verwaltung versäumt, eine entsprechende Fläche zur Verfügung zu stellen. Auch hier hat die heutige Fraktionsvorsitzende Birgit Hoernchen im entsprechenden Touristik-Ausschuss auf das Problem aufmerksam gemacht. Aber zurück zu den Hunden :) Die Rhein-Zeitung veröffentlichte folgenden Artikel: Liberale fordern mehr Auslauf für Vierbeiner FDP-Fraktion will Hundewiesen in Koblenz - Stadt: Grünflächen sind knapp Wo Spaziergänger, Radfahrer und Hundehalter mit ihren Vierbeinern aufeinandertreffen, gibt es nicht selten Ärger. Nicht jeder sieht sich gerne ausgelassen tobenden Hunden gegenüber, die er nicht einschätzen kann. Andererseits: Auch ein Vierbeiner, der in der Stadt lebt, muss irgendwann mal seiner Energie freien Lauf lassen können. Eine Lösung bieten Hundewiesen - doch die sind in Koblenz Mangelware. KOBLENZ. Die FDP will mehr Freilaufflächen für Hunde in Koblenz. Eine "inoffizielle" Hundewiese auf der Schmidtenhöhe, dazu die Wiesen am Oberwerther Rheinufer: Für die Liberalen viel zu wenig. Zumal beide Orte für den Großteil der Bevölkerung nur schwer, teilweise nur mit dem Auto zu erreichen sei. Oder mit dem Bus, was dann aber zusätzliche Kosten für den Hundehalter verursache. "So kann es nicht bleiben", betont Birgit Hoernchen. Die Vorsitzende der FDP-Fraktion hat bei der Verwaltung mit einer Anfrage auf das Problem aufmerksam gemacht und um eine Einschätzung der Verwaltung gebeten. Interessen abwägen Und dabei zeigt sich: Aus städtischer Sicht konkurriert der Bedarf nach Freilaufflächen mit anderen Interessen - wie Spielmöglichkeiten für Kinder oder Erholungsraum für Erwachsene. "Gerade in den dichter bebauten Stadtteilen ist aufgrund der Knappheit an öffentlichen Grünflächen den letztgenannten Belangen regelmäßig der Vorzug vor dem Hundefreilauf zu geben", so die Einschätzung von Baudezernent Martin Prümm (CDU). Im Fall der Rheinpromenade sei zudem der kulturhistorische Wert besonders zu berücksichtigen. Seit 1999 gibt es eine Statistik, die Hundevorfälle mit nicht unerheblichen Schadensfolgen auflistet. Prümm: "In dieser Statistik sind bisher 88 Vorfälle mit solchen Hunden erfasst, die nicht unter die Rasseliste des Landesgesetzes über gefährliche Hunde fallen." Konkrete Daten zu Beschwerden aus der Bevölkerung hat die Stadt nicht. Für die FDP ist aber klar, dass der Bedarf an Freilaufflächen gegeben ist. "Die Stadt muss sich Gedanken machen", fordert Birgit Hoernchen. Einerseits wolle man sich als freundliche Stadt präsentieren, gerade zur Buga. Andererseits aber mute man den Hunden einiges zu - und treffe damit auch keinen unwesentlichen Teil der Bevölkerung: 4100 Hundehalter sind in Koblenz registriert. Grobes Missverhältnis Insgesamt sieht die FDP auch rechtliche Probleme: In der Koblenzer Gefahrenabwehrverordnung wird ein Leinenzwang für alle Hunde in städtischen Wohngebieten und Parkanlagen vorgegeben. Anderseits, so Hoernchen, fordere die Tierschutzverordnung, dass ein ausreichender Auslauf für Hunde im Freien gewährleistet wird. Ein grobes Missverhältnis, wie die FDP-Chefin meint, dass sich durch weitere Freilaufmöglichkeiten verbessern lasse. Doch die Stadt sieht sich im Einklang mit den Gesetzen. Die vergleichbare Verordnung einer Verbandsgemeinde, so Martin Prümm, sei gerade vom Oberverwaltungsgericht in Koblenz überprüft worden. Ergebnis: Sie verletzte kein höherrangiges Recht. Im Übrigen entspreche die Koblenzer Verordnung einer Musterverordnung des rheinland-pfälzischen Städtetags. Rechtlich einwandfrei oder nicht - unbefriedigend ist die Situation für die FDP allemal. Und die Liberalen wollen auf jeden Fall weiter für mehr Freilaufflächen in Koblenz kämpfen. Ingo Schneider RZ Koblenz & Region vom Dienstag, 9. Februar 2010, Seite 17. |
|
|
|
|
System Administrator Beiträge:4
 |
| 16 Feb 2010 10:33 |
Alert
|
Leserbrief "Erinnerungen werden wach"
Die Koblenzer FDP-Fraktion fordert mehr Hundewiesen in Koblenz.
"Der Artikel ruft eine Erinnerung an meine erste Stadtratssitzung im Jahr 1984 wach. Ein altgedienter Ratskollege kommentierte eines unserer Themen, das Waldsterben, mit dem Hinweis, wir sollten doch übers Pudelsterben berichten, das würde die Leute eher interessieren. Populistisch wie mein früherer Ratskollege kämpft die FDP-Fraktion für den Hund - sogar für welche von Nicht-Besserverdienenden.
Eigene Vorschläge hierzu? Fehlanzeige! Die FDP beschäftigte nur das Baudezernat der Stadt. Warum ein Freilaufen an den Stadträndern nicht schon heute möglich ist, wird dem geneigten Leser nicht erläutert.
Dafür rührte ihn Frau Hoernchens Sorge sehr an, mit der sie die finanzielle Belastung der Hundehalter durch Auto- und Buskosten für den Hundetransport zu einem entlegenen Freilaufplatz thematisierte. Von der Steuersenkungspartei hätte ich allerdings erwartet, dass sie als Ausgleich wenigstens eine Ermäßigung der Hundesteuer wegen sozialen Gassigehens fordert.
Den Plan oder das Deutsche Eck könnte man morgens und abends von 6 bis 8 Uhr sperren, damit sich unsere Kowelenzer Hundchen täglich und wohnortnah leinenlos austoben können. Ein städtischer Zuschuss für das neue Tierheim ließe eine Art "Stadtrandfreizeit für Hunde" Wirklichkeit werden, was insbesondere die soziale Kompetenz der Tiere aus Ein-Hund-Familien ernorm stärken würde. Wäre nicht auch eine kostenlose Gassi-Karte für die Busse der Kevag und der RVM unterstützungswürdig?
Keine Sorge liebe Kowelenzer, die FDP bleibt an diesem schlagzeilenträchtigen Thema kämpferisch dran! Ob sie sich für die Belange von Hartz-IV-Empfängern auch so ins Zeug geworfen hätte?"
Rainer Ratajczak, Koblenz RZ Koblenz & Region vom Dienstag, 16. Februar 2010, Seite 18. |
|
|
|
|
|